Forschungsgruppe Grafschaft Glatz

Standesämter

Preußische Standesämter

Die Standesämter entstanden in Preußen auf Grundlage des Gesetzes vom 9.3.1874, sie begannen ihre Tätigkeit am 16.3. jenes Jahres. Sie übernahmen die Funktionen der katholischen und evangelischen Pfarrämter. Anstelle der bisherigen Kirchenbücher führten sie nun Register der Geburten, Heiraten und Todesfälle. Der einem Standesamt unterstehende Sprengel hieß Standesamtsbezirk. Die Errichtung von Standesamtsbezirken und ihre Besetzung mit Beamten gehörte zu den Kompetenzen der höheren Verwaltungsbehörden. Prinzipiell bildete jede Gemeinde einen Standesamtsbezirk, und der Bürgermeister, Gemeindevorsteher oder deren Vertreter übten die Funktionen der Standesbeamten aus. Dennoch konnten die Gemeindebehörden für diese Positionen besondere Beamte vorschlagen. Die Aufsicht über die Tätigkeit der Standesämter stand der Verwaltungsbehörde zu, wenn nicht Landesvorschriften etwas anderes bestimmten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.